Behindert Mario Gomez das Kombinationsspiel der Bayern?

An Mario Gomez scheiden sich die Geister beim FC Bayern München: Während die eine Seite sagen wird, der Angreifer schieße Tore am Fließband, bemängelt die andere, mehr als ein Abstauber sei der Ex-Stuttgarter nicht. In der Tat hat Gomez Schwierigkeiten, wenn es um die Verarbeitung des Balls geht.

Am vergangenen Dienstag spielte die französische Nationalmannschaft im Testspiel gegen Island. Überragender Mann auf dem Platz war Franck Ribéry. Der kleine Dribbler des FC Bayern ist in der Nationalmannschaft nicht wie beim deutschen Rekordmeister in eine Schema zu drücken. Das liegt auch daran, dass er mit Karim Benzema einen Stürmer an der Seite hat, mit dem er ein Kombinationsspiel aufziehen kann. Besonders beim 1:0 der Franzosen war zu sehen, wie ein solches Aussehen kann. Auch Arjen Robben hat in der Nationalmannschaft mit Robin van Persie einen Stürmer neben sich, der technisch sehr versiert ist. Das Ende vom Lied: Robben spielt bei den Niederlanden viel variabler. Ist also Gomez die Hürde des FC Bayern?

So einfach kann das nicht gesagt werden. Gomez hat einen überragenden Antritt, ist körperlich sehr robust und weiß, wo er zu stehen hat. Allerdings sind seine technischen Qualitäten begrenzt. Böse Zungen würden behaupten, dass dem FC Bayern im Angriff ein Spieler fehlt, der mit dem Ball umgehen kann. Auch wenn Gomez ein Profi ist, wie man ihn sich als Verein und Fan nur Wünschen kann, so stößt der Angreifer zumindest beim Anhang nicht immer auf große Gegenliebe.

Das Problem liegt aber nicht alleine bei Gomez, sondern vielmehr daran, dass nach dem Angreifer eine große Lücke klafft. Sollte der Stürmer mal nicht zurecht kommen, hatte Jupp Heynckes in der vergangenen Saison selten eine Alternative. Das haben auch die Verantwortlichen erkannt und wollen nach Informationen der „Sport Bild“ nach Claudio Pizarro einen weiteren Stürmer holen. Dem Blatt zufolge steht fest: Robert Lewandowski soll es werden. Klappt der Transfer nicht, ist Edin Dzeko Kandidat Nummer zwei.

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