Deutschland vs. Kasachstan – Pflichtsieg Nummer 1 abgehakt

Das erste Pflichtspiel des Jahres konnte die deutsche Nationalmannschaft am vergangenen Freitag in Kasachstan mehr oder weniger souverän mit 3:0 gewinnen. Vor allem die erste Halbzeit offenbarte, dass es für die Elf von Bundestrainer Jogi Löw gegen den 139. der Weltrangliste geht. Deutschland war in allen Belangen überlegen, hatte zwischenzeitlich sogar rund 75% Ballbesitz. Folglich waren die Treffer von Bastian Schweinsteiger und Mario Götze der verdiente Lohn für eine konzentrierte Leistung.

Im zweiten Spielabschnitt hatte man stellenweise den Eindruck, als wäre die DFB-Elf mit den Gedanken schon beim Rückspiel. Die Kasachen schöpften neuen Mut und kamen unter anderem mit einem Lattenkracher zu ihren ersten Torgelegenheiten. Mitten in der Drangphase des Gastgebers konnte Thomas Müller mit dem 3:0 dann letztendlich aber den Deckel auf den Sieg machen.

Abreisen und eine Nachnominierung

Am Dienstag kommt es nun in Nürnberg zum Rückspiel. Immerhin beginnt das Spiel diesmal zu einer humanen Zeit und auch auf gewohntem Naturrasen, doch die Gegebenheiten in Kasachstan sollten definitiv keine Ausrede für die schwache zweite Halbzeit vom Freitag sein. Für einen könnte der Abend etwas ganz besonderes werden, denn der Dortmunder Ilkay Gündogan rechnet sich gute Chancen auf einen Platz in Löws Startelf aus. Da Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger aufgrund seiner Gelbsperre bereits wieder in München ist, könnte Gündogan von Beginn an dabei sein. Der ehemalige Nürnberger würde jedenfalls sicherlich gerne an seiner alten Wirkungsstätte auflaufen.

Doch Löw ließ sich diesbezüglich noch nicht in die Karten schauen. Wegen zahlreicher Absagen war der Kader der Nationalmannschaft ohnehin schon vergleichsweise klein. Nun ist neben Schweinsteiger auch Julian Draxler wegen einer Gehirnerschütterung abgereist, sodass Löw mit Sven Bender noch einen defensiven Mittelfeldspieler nachnominierte. Der Dortmunder wäre auch im ersten Spiel schon dabei gewesen, allerdings lag er eine ganze Woche mit einem grippalen Infekt im Bett.

Finale gegen Schweden?

Vor der Partie am Freitag redeten viele Experten schon von einem möglichen Finalspiel im Oktober gegen Schweden. Durch das peinliche 4:4 aus dem Hinspiel gegen die Gelben hatten Zlatan Ibrahimovic und Co die große Möglichkeit mit den Deutschen punktemäßig gleichzuziehen. Im Endeffekt reichte es gegen Irland aber nur zu einem 0:0, sodass unsere Nationalmannschaft den Gruppensieg nun aus eigener Kraft erreichen kann. Dies sollte Anlass genug sein, am Dienstag trotz des „kleinen“ Gegners die Konzentration aufrecht zu halten, denn auch gegen Kasachstan gibt es 3 Punkte zu holen.

Gomez oder Spanien 2.0?

Die Frage nach dem Spielsystem bleibt weiterhin offen. Am Freitag ließ Löw den angeschlagenen Mario Gomez auf der Bank sitzen und spielte mit den zahlreichen offensiven Mittelfeldspielern ganz nach dem Vorbild Spanien ein System ohne Mittelstürmer. Ob Gomez am Dienstag einsatzbereit ist, wird sich noch zeigen. Definitiv wird aber Flügelflitzer Marco Reus nach seiner Sperre wieder dabei sein, was wohl eher wieder für die Variante ohne Stürmer spricht.


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