FC Bayern: Hitzfeld sieht Sammer angeschlagen

Nachdem 2:0-Sieg des FC Bayern München gegen Hannover 96 meldete sich Matthias Sammer zu Wort und kritisierte seine Mannschaft in der Öffentlichkeit. Der Sportdirektor musste dafür von der Vereinsführung einen Rüffel einstecken. Ottmar Hitzfeld, lange Zeit Trainer des FC Bayern, glaubt nicht, dass der Ex-Dortmunder unbeschadet aus der Nummer herauskommt.

„Matthias ist ein Vollprofi, der die Antennen ausfährt und spürt ob in der Mannschaft Spannung da ist. Matthias ist sehr sensibel und feinfühlig“, sagt Hitzfeld bei „sky 90“. „Das hat er früher schon bei mir als Spieler gemacht. Wir haben gewonnen und trotzdem war er stocksauer, weil einige Spieler nicht die Höchstleistung gebracht haben. Selbst auf der Meisterfeier war er der erste, der analysierte, warum wir nicht noch mehr Punkte Vorsprung hatten. So ist er halt vom Typ, das muss man wissen und das weiß ja auch Bayern.“ Hitzfeld zeigt sich zudem überrascht, dass die Vereinsoberen, allen voran Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, mit Sammer öffentlich derart hart ins Gericht gehen. „Man kann das in den eigenen vier Wänden machen, man trifft sich jede Woche, da kann man das ansprechen. Aber öffentlich fand ich das nicht gut, weil Sammer dadurch auch etwas an Autorität verliert. Matthias ist etwas im Stich gelassen worden, das fand ich einfach nicht gut.“

Hitzfeld, der bei Bayern viele Titel einheimste, musste in seiner Amtszeit ab und an ebenfalls Kritik von der Vereinsführung einstecken. Vielleicht springt er auch aus diesem Grund seinem ehemaligen Schützling zur Seite.

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