FC Bayern: Hoeneß sieht bei Gomez Verbesserungspotenzial

Nach zwei Jahren ohne Titel steht der deutsche Rekordmeister FC Bayern München unter Druck. Um die Dominanz von Borussia Dortmund zu brechen, investierte man im Sommer rund 30 Millionen Euro in neue Spieler. Dabei wurde vor allem der Sturm verstärkt.

In der vergangenen Saison schoss Mario Gomez über 20 Tore in der Liga, zudem 12 in der Champions League. Trotzdem stand der Angreifer des Öfteren in der Kritik. Zudem war das Problem, dass er mit Ivica Olic und Nils Petersen zwei Kandidaten hinter sich hatte, die nur wenig Druck ausübten. „Mario Gomez ist gut, aber nicht sehr gut. Er kann noch besser werden. Wir dürfen die Spieler nicht immer in Watte packen. Wenn man Spieler immer nur auf die Schulter klopft, werden sie nicht besser. Zum Leben gehört auch konstruktive Kritik. Wer damit nicht umgehen kann, hat ein Problem“, sagt Bayern-Präsident Uli Hoeneß zu „Bild“. In der kommenden Spielzeit wird der Konkurrenzkampf größer. „Dass wir Alternativen zu Mario Gomez haben, ist Grundvoraussetzung für den Erfolg. Mario Mandzukic wird in den Spielen, in denen Kopfballspieler gefragt sind, sehr wichtig. Bei Claudio Pizarro bin ich sehr froh, dass er da ist, weil wir mit ihm einen Schlawiner, ein Schlitzohr haben“, erklärt der Bayern-Boss weiter. Auch die Abteilung Attacke wurde wieder einmal ausgepackt: „Wir haben einen Kader, der Deutscher Meister wird. Wenn wir das spielen, was wir drauf haben, mache ich mir vor Borussia Dortmund nicht in die Hose.“

Hoeneß erhöht vollkommen bewusst den Druck auf den Kader. Der Bayern-Boss ist sich durchaus bewusst, dass man wohl den besten Kader der Liga hat. Doch den hatte man auch in den vergangenen beiden Jahren. Das Ergebnis: Borussia Dortmund wurde trotzdem zwei Mal Meister. Nun wird es darum gehen, dass volle Potenzial der Mannschaft ausschöpfen zu können. Ob das gelingt, werden wir in gut einem Jahr wissen.

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