TSG 1899: Wiese und Weis schießen gegen Ex-Trainer

Das 0:0 gegen Gladbach war das erste Spiel seit elf Partien, in der die TSG 1899 Hoffenheim ohne Gegentor blieb. Innerhalb von zweieinhalb Wochen schaffte es Neu-Trainer Marco Kurz, die schlechteste Abwehr der Liga dicht zu bekommen.

Das ist auch den Spieler aufgefallen, die die Interviews nach der Partie dazu nutzen, um Kurz zu loben. Einige von ihnen nutzten die Öffentlichkeit auch, um Kritik an Ex-Trainer Markus Babbel zu üben. „Was Marco Kurz in der kurzen Zeit umgesetzt hat, haben andere in einem halben Jahr nicht hingekriegt“, sagt Tobias Wies nach Angaben der „Bild“-Zeitung. „Er macht alles besser. Man sieht in so kurzer Zeit, was ein Trainer bewirken kann, der die richtigen Worte findet und die Mannschaft richtig einstellt.“ Der 27-Jährige wurde unter Babbel aussortiert, es scheint daher logisch, dass er auf den Ex-Trainer der TSG nicht sonderlich gut zu sprechen ist. Auch Torwart Tim Wiese übt Kritik: „Das hätten wir auch in der Hinrunde haben können, wenn wir taktisch so viel gearbeitet hätten.“

Manager Andreas Müller hat den Unterschied der Mannschaft erkannt. „Man erkennt, dass die Mannschaft viel besser organisiert ist“, so Müller. „Abwehr-Verhalten und Sieger-Mentalität waren gut. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die von Beginn bis zum Schluss gewinnen wollte“, zeigte sich auch Kurz nach Angaben der Zeitung über das Ergebnis zufrieden. Doch klar scheint auch, dass die TSG einen noch größeren Schritt machen muss, denn auf Dauer werden Unentschieden nicht reichen, um die Klasse sicher zu halten. Derzeit rangieren die Kraichgauer auf dem Relegations-Platz, haben aber schon einen großen Rückstand auf den 1. FC Nürnberg, der Club rangiert auf Platz 15.

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