Verlässt Jupp Heynckes den FC Bayern München?

Am Samstag musste der FC Bayern München im „Finale dahoam“ eine bittere Pille schlucken, als man im CL-Finale gegen den FC Chelsea London den Kürzeren zog. Nach der Partie stellte sich Trainer Jupp Heynckes brav den Medien. Dabei überraschte vor allem die Antwort über seinen Verbleib.

Sat.1-Moderator Johannes B. Kerner stellte im Studio nach dem Spiel die Frage: „Sie haben noch ein Jahr Vertrag bei Bayern. Werden Sie den erfüllen?“ Heynckes antwortete: „Wenn ich irgendwas mache, rufe ich Sie als erstes an.“ Wie die „Bild“-Zeitung erfahren haben möchte, soll Heynckes‘ langjähriger Co-Trainer Peter Hermann, den er aus Leverkusen mitgebracht hatte, in den Westen wollen, um als Scout wieder in Leverkusen zu arbeiten. Will „Don Jupp“ nicht alleine den FC Bayern regieren? FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß verschwendete zuletzt keine Gedanken daran. Schon vor dem Finale sagte er laut „tz“: „Jupp Heynckes wird auch im nächsten Jahr unser Trainer sein. Jupp ist keiner, der aus einer Emotion heraus fahnenflüchtig wird. Das lässt sein Charakter gar nicht zu.“

Fakt ist, dass der FC Bayern drei Möglichkeiten auf einen Titel in diesem Jahr hatte, diese Chancen aber nicht nutzen konnte. Fakt ist aber auch, dass Heynckes die Mannschaft in das Finale des DFB-Pokals und der CL führte. Weder für die Leistung gegen den BVB noch für das verpatzte Elfmeterschießen kann man den Trainer verantwortlich machen. Einziger Kritikpunkt, den sich der Coach gefallen lassen muss, ist, dass das System der Bayern mitunter zu starr ist.

Der FC Bayern möchte aufgrund der Vize-Saison nun einen Umbruch starten. Ob Heynckes diesen federführend begleiten wird, darf angesichts der Aussagen zumindest hinterfragt werden. Allerdings sind derzeit nicht viele Alternativen als Trainer in Sicht. Also: Alles nur Boulevard-Journalismus oder steckt da mehr dahinter?

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