WM 2014: Maier sieht Neuers Heldentaten als „normal“ an

Manuel Neuer ist seit Beginn der WM 2014 in Brasilien nicht nur einer der besten Torhütern, sondern auch die Stütze des deutschen Teams. Mit tollen Paraden und Rettungsaktionen hält er die DFB Elf im Turnier. Für Sepp Maier, Deutschlands Weltmeister von 1974, sind die Lobliefer auf Neuer aber zu viel.

„Das Thema wird viel zu sehr aufgebauscht“, sagt Maier der „tz“. „Sicher riskiert er bei diesen Aktionen viel und muss im schlimmsten Fall mit einer Roten Karte rechnen. Aber ein Weltklassetorwart muss nun mal so riskant spielen. Und das macht der Manuel hervorragend. Parallelen zu 2002, als Oliver Kahn die deutsche Mannschaft fast im Alleingang im Turnier hielt, sieht der ehemalige Nationalspieler und Torhüter des FC Bayern München aber nicht. „Was der Oliver 2002 gehalten hat, das war unglaublich. Und das war ja nicht nur in einem Spiel der Fall, sondern in mehreren. Von den sechs Spielen bis zum Finale hat er fünf alleine gewonnen. Ohne ihn wären wir 2002 schon nach der Vorrunde nach Hause gefahren. Aber das ist heute nicht mehr gegeben, weil die Mannschaft einfach gut ist“

Am kommenden Dienstag trifft die deutsche Nationalmannschaft im Halbfinale der WM auf Gastgeber Brasilien. Auch wenn die Brasilianer auf Superstar Neymar und Abwehrchef Thiago Silva verzichten müssen, bleiben sie eine gefährliche und nicht zu unterschätzende Truppe, mit der es Deutschland schwer haben wird.

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